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09.09.18

Fotorückblick Mostar

Rückblick 1


Ein gewichtiger Garant gelungener geographischer Gabelfahrten: Herr Philippi, das Hirn und vor allem das Herz der Fahrt, unermüdlich im Einsatz für den Ausbau der Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler und von daher im Blog viel zu selten zu sehen - einer muss ja die Fotos machen. Lieber Herr Philippi, lieber Micha: vielen, vielen Dank - Hvala!

(GIE)

Es geht nach Hause

Mit nur 13-minütiger Verspätung sind wir soeben aufgebrochen, um die lange Heimreise anzutreten. Bei sonnigem Wetter liegen in etwa vierundzwanzig Stunden Fahrt vor uns. Vielleicht sind wir pünktlich zum Beginn der fünften Stunde wieder in Sehnde. 😉


Hier wären wir eigentlich lieber links abgebogen, aber die Genehmigung der Schulleitung erreichte uns nicht rechtzeitig. Wahrscheinlich schläft sie noch.


08.09.18

Optionentag 6

6. Option: Brauereimuseum

Am letzten Tag in Sarajevo konnten wir das Programm und die Aufstehzeit nahezu komplett selbst bestimmen. Bereits am Freitag bekamen wir von den Lehrkräften mehr als zehn Vorschläge mit verschiedenen Schwerpunkten, von denen es Einen zu besuchen galt. Den meisten von uns war direkt klar, dass wir die Brauerei Sarajevos erkunden wollten. 


Nach einer kleinen Diskussion entschieden wir uns gemeinsam dafür und begannen mit der Gestaltung des Freitagabends. Aufgrund einer langen Nacht mit leckeren Getränken und einer unfreiwillig langen Erkundung von Sarajevo, schafften es einige aus der Gruppe nicht, pünktlich zum Frühstück aufzustehen und mussten sich selbst verpflegen. Deshalb fuhren wir zur Mittagszeit zu Vapiano, um für unser leibliches Wohl zu sorgen. Von dort aus brachen wir voller Energie und Enthusiasmus zur Sarajevska Pivara auf. Nach einer kurzen Taxifahrt kamen wir dort an und besuchten das Museum der noch heute produzierenden Brauerei.  


Die 1864 erbaute Brauerei von Sarajevo überstand sowohl die osmanische als auch die österreich-ungarische Zeit und gilt als das erste Industriegebäude in Bosnien und Herzegowina. Dadurch entstand auch die Mischung aus den architektonischen Stilen aus klassischer osmanischer und klassisch europäischer Baukunst. Das Gebäude wurde zudem an der besten Wasserquelle in Sarajevo errichtet, die bis zu 300 Meter tief reicht. Durch die Herrschaft Österreich-Ungarns entwickelte sich die Brauerei in Sarajevo zur größten im ganzen Herrschaftsgebiet und produzierte im Jahr 1898 45.000 Hektoliter. Nach dem ersten Weltkrieg sank die Produktion der Brauerei erheblich, jedoch blieb sie ein exklusiver Lieferant des Königshauses. In den folgenden Jahren expandierte die Brauerei und baute beispielsweise eine Malzfabrik in Skopje, Madzedonien (1927). Durch die im Jahr 1957 installierte automatische Bierabfüllanlage und die weitere Rekonstruktion der Betriebe konnte die Produktionskapazität auf 400.000 Hektoliter im Jahr erhöht werden. 


In den 80er Jahren steckte die Brauerei in der größten Krise, die sie jemals hatte und schaffte es erst durch die Ernennung Hilmo Selimovis zum Generalgeschäftsführer aus dieser herauszukommen. Durch die Modernisierung bis Anfang der 90er-Jahre konnte die Produktion der Brauerei verdreifacht werden. Sie zählte in Jugoslawien zu den vier größten Brauereien. Durch den Krieg in Bosnien wurde die Brauerei zwar komplett zerstört, jedoch wurde bis zum letzten Tag dort produziert und danach versorgte die Wasserquelle während des Belagerungszustands die Einwohner Sarajevos mit Wasser. Nach Kriegsende wurde die Brauerei erfolgreich wieder aufgebaut und produzierte unter anderem für Cola und Pepsi. Mitte der 2000er-Jahre wurde zudem eine eigene Gaststätte integriert, die eigengebrautes Bier und anti-alkoholische Getränke verkauft. Aktuell ist die Brauerei ein wichtiger Lieferant für Super- und Kleinmärkte und hat eine breite Produktpalette. 


Nach der Besichtigung genossen wir unser, im Eintrittspreis von 5 KM enthaltenes, Kaltgetränk der Brauerei und schlossen so den letzten schulischen Teil der überaus erfolgreichen Studienfahrt nach Bosnien und Herzegowina ab.

(verändert nach http://sarajevska-pivara.com/historijat/?lang=de)

Optionentag 5

Option 5: Die Nationalgalerie
„Eine Oase des Friedens, Kindheitserinnerungen, eine Sicht für klare Augen. All dies wird von unserer kleinen Auswahl an Kunst präsentiert."
Mit diesen Worten betritt man nach 3 Minuten Fußmarsch vom Hostel aus die Nationalgalerie von Bosnien und Herzegowina.
Schon im Eingangsbereich zeigt sich das erste Kunstwerk.

In der unteren Etage, befindet sich eine Wanderausstellung, welche nur Leihgaben der Künstler oder Kopien der Bilder zeigt.

Weiter ging es in der zweiten Etage, mit Gemälden, dessen Bildmotive Landschaften, Terrassen und Gärten sowie das Atelier der verschiedenen Künstler, sind. Deren Absicht ist es, die Verbundenheit des Menschen mit der Natur und seinem Arbeitsplatzes darzustellen.

Viele Landschaftsmalereien der Künstler bestehen aus Erinnerungen, weswegen sie oftmals nicht der Realität entsprechen. Den Künstlern kam es nicht auf die Maltechnik an, sondern auf die persönliche Wahrnehmung.

Das berühmteste Ausstellungsstück ist die Sarajevo Haggadah, welche von den Juden aus Spanien nach Sarajevo gebracht wurde. Sie ist ein Buch, in dem Teile jüdischer Geschichte in Bildern dargestellt werden.

Wir durchquerten die Nationalgalerie schneller als gedacht, da diese kleiner als gedacht ausfiel. Dennoch war sie sehr eindrucksvoll.

Nach den Eindrücken die wir in der Nationalgalerie gesammelt hatten, schlenderten wir noch weiter durch die Stadt. Dabei sahen wir noch die Academy of finearts. Einige Künstler, die ihre Werke in der Nationalgalerie ausstellen, haben hier einst das Maler Handwerk erlernt.

Optionentag 4

4. Option: Despića Kuća


Nach unserem späten, nährreichen Frühstück haben wir uns aufgemacht und das Despića kuća (Serbisches Haus) besichtigt. Nach einem "langen" Fußmarsch von 6 Minuten, sind wir am Ziel unserer Reise angekommen. 


Das Serbische Haus war früher ein Handels- sowie Wohnhaus, welches von der reichsten und prominentesten serbischen Familie in Sarajevo gegründet und erbaut wurde. 


Ursprünglich bestand es damals aus drei einzelnen Häusern, die mit der Zeit verbunden wurden. Die obere Etage wurde später im 19. Jahrhundert renoviert. Seitdem ist die Etage in einem Mitteleuropäischen Stil eingerichtet. 


Der Rest des Hauses befindet sich noch im Orginal Zustand. Auf der unteren Etage befinden sich der Eingangsflur, das Vaterzimmer, das Mutterzimmer und das Wohnzimmer. Das "Vaterzimmer" war der Raum, in dem sich primär der Hausherr aufhielt, dieser Raum besaß des weiteren eine versteckte Treppe in die obere Etage. 


Im Mutterzimmer schliefen sowohl die Frauen des Hauses, als auch die Kinder. Der größte Raum des Hauses wurde als Wohnzimmer genutzt, in ihm wurde außerdem das erste Haustheater Bosnien-Herzegovinas eingerichtet.